Arbeit und Beschäftigung

Die SPD Bremerhaven steht für eine gerechte Arbeitswelt und eine aktive Arbeitsmarktpolitik.

Die betriebliche Mitbestimmung ist eine elementare Säule unseres erfolgreichen Wirtschaftssystems und wir wissen um die bedeutsame Rolle der Gewerkschaften hinsichtlich ihrer Funktion als Tarif- und Sozialpartner.

Die Sozialdemokraten werden auch weiterhin im öffentlichen Dienst auf sachgrundlose Befristungen verzichten und uns dafür einsetzen, diese Beschäftigungsverhältnisse auf Bundesebene abzuschaffen. Darüber hinaus wollen wir, wo möglich, auch auf Befristungen mit Sachgrund verzichten.

Für die SPD Bremerhaven hat die Stadt Bremerhaven auch als Arbeitgeberin eine Vorbildfunktion. Wir wollen, dass Bremerhaven eine Stadt der „Guten Arbeit“ ist, in der weiter auf betriebsbedingte Kündigungen und sachgrundlose Befristungen verzichtet wird und Leiharbeit und Werkverträge nicht zur Regel werden.

Wir brauchen Unternehmen, die sich dem Prinzip der „Guten Arbeit“ mit Mindestlohn, Tarifbindung, gleicher  Bezahlung von Frauen und Männern, Verzicht auf sachgrundlose Befristungen und dem Einsatz von Leiharbeit nur zur Spitzenabdeckung sowie dem Verzicht auf Werkverträge als Lohndumpinginstrument verpflichten.

Kein junger Mensch soll nach der Schule unversorgt bleiben und alle werden gebraucht. Deshalb wollen wir mit der Jugendberufsagentur und der Ausbildungsgarantie dafür sorgen, dass jeder junge Mensch nach der Schule entweder ein Ausbildungsangebot oder ein weiterführendes Angebot mit dem Ziel einer Berufsausbildung erhält. Ausbildung sichert Zukunft!

Der Abbau der Arbeitslosigkeit fiel in Bremerhaven im Vergleich zum Bund unterdurchschnittlich aus. Lang anhaltende Arbeitslosigkeit ist die Hauptursache für Armut und soziale Ausgrenzung. Trotz guter Wirtschaftslage gibt es in Bremerhaven eine Gruppe von Menschen mit verfestigter Arbeitslosigkeit, deren Integration in den regulären Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht gelingen kann. 

Wir wollen das kommunale Arbeitsmarktprogramm in Bremerhaven fortsetzen. Für eine nachhaltige Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, von der Bremerhaven immer noch besonders betroffen ist, sind auch weiterhin zielgruppenspezifische Programme sowie eine enge Verknüpfung von kommunalen und landespolitischen Initiativen erforderlich. Mit dem Landesprogramm LAZLO für die  öffentlich geförderte Beschäftigung ehemals langzeitarbeitsloser Frauen und Männer wurden in Bremerhaven  200 sozialversicherungspflichtige Stellen geschaffen, die zur zusätzlichen Unterstützung in Schulen, Kindergärten, sozialen und kulturellen Einrichtungen und bei gemeinnützigen Vereinen angesiedelt sind. Neben der Teilhabe an Arbeit für die Beschäftigten kommt das Ergebnis der Arbeit der Allgemeinheit zu Gute.

Ein besonderes Augenmerk gilt der Förderung der Chancengleichheit benachteiligter Zielgruppen des Arbeitsmarktes. Dazu gehören insbesondere Migrantinnen und Migranten, Alleinerziehende, Ältere und Langzeitarbeitslose ohne Schul- und/oder Berufsabschluss. Abschlussbezogene Qualifizierung, Unterstützung von Ausbildung und Maßnahmen der Beschäftigungsförderung fördern die Integration in existenzsichernde Arbeit, gute Ausbildung und tariflich abgesicherte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.

Gerade für die für Bremerhaven so wichtige Windenergie, aber auch für den Schiffbau und die Nahrungsmittelindustrie gilt: Ein stärker Wirtschaftsstandort braucht vor allem gut qualifizierte

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Neben der Verpflichtung der Wirtschaft, durch Ausbildung selbst zur Sicherung des eigenen Fachkräftebedarfs beizutragen, wollen wir mit der Jugendberufsagentur und der Ausbildungsgarantie auch dazu beitragen, ein besseres „Matching“ zu erreichen. Daneben gilt für die notwendige Gewinnung von auswärtigen Fachkräften, dass dies umso erfolgreicher ist, wenn Bremerhaven die Verbindung von guten Arbeitsbedingungen mit einer hohen Lebens und Standortqualität sicherstellt.

Festgefahrene Geschlechterbilder, die bei der Berufswahl dazu führen, dass es immer noch typische „Frauen“- und „Männerberufe“ gibt, wollen wir aktiv aufbrechen und junge Frauen und Männer bereits bei der Berufsorientierung in der Schule dazu ermutigen, ihre Entscheidung zur Berufswahl frei von Geschlechterbildern zu treffen.

Den beruflichen Wiedereinstiegschancen von Frauen wollen wir besondere Aufmerksamkeit widmen. Gerade vor dem Hintergrund des bestehenden und größer werdenden Bedarfs an gut qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ist dies - verbunden mit Maßnahmen der Weiterbildung und Qualifizierung - ein zentraler Bestandteil der Fachkräftestrategie. Wir wollen die Anzahl der Frauenarbeitsplätze erhöhen und die Existenzgründungen von Frauen ausweiten. Dafür werden wir die positiven Erfahrungen und Ergebnisse der Frauenberatungsstellen nutzen.

Zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie aber auch, um dem zunehmenden Bedarf nach flexiblen Arbeitszeitmodellen zu entsprechen, muss es vielfältige Arbeitszeitmodelle u.a. auch in Teilzeit geben. Hier gilt es aber darauf zu achten, dass sich diese nicht zu einem Nachteil für den beruflichen Aufstieg erweisen.

 

Innerhalb der SPD Bremerhaven kümmert sich die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (AfA) um die Interessen von Arbeitnehmern.

Uwe Schmidt

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