Fachkräftemangel: SPD sieht Mitverantwortung der Handelskammer

Veröffentlicht am 03.04.2018 in Aktuelle Meldung

„Die Handelskammer für Bremen und Bremerhaven macht es sich ein bisschen zu einfach. Natürlich brauchen wir mehr Berufsorientierung in den Schulen, aber vor allem brauchen wir mehr Ausbildungsplätze. Wer nicht ausbildet, versündigt sich an der Jugend sägt noch dazu den Ast ab, auf dem er unternehmerisch sitzt“, kritisiert Janina Brünjes, stellvertretende Vorsitzende der SPD Bremerhaven, die Äußerungen von Karlheinz Heidemeyer, bei der Handelskammer für Bremen und Bremerhaven zuständig für Aus- und Weiterbildung, in einem Zeitungsinterview.
 
Die SPD-Politikerin sagte, in der gegenwärtigen Situation helfe das Schwarze-Peter-Spiel, das die Kammern mit Blick auf die in weiten Teilen mitverschuldeten Misere spielten, niemandem weiter: „Den Kammerbetrieben nicht, den jungen Menschen nicht und der Gesellschaft erst recht nicht. Wenn zu lesen ist, dass die Kammer konstatiert, die goldenen Zeiten der Bewerberlage vorbei seien, möchte man ihnen zurufen: Guten Morgen, aufgewacht? Dann raus aus dem Schlafwagen und rein in die Wirklichkeit.“ Es mache sie, so Brünjes, ein Stück weit fassungslos, mit welcher Lethargie weitschweifig der Ist-Stand beschrieben werde und wie wenig Worte die Kammer für eigene Zukunftsbeiträge finde: „Wer sich als Kammer so aufstellt, schafft sich auf Dauer ab“, so die SPD-Politikerin. Es wäre darüber hinaus ausgesprochen hilfreich, wenn sich die Kammer noch stärker für eine bessere Bezahlung der Auszubildenden einsetzen könnte: „Da ist schon einiges in Bewegung, aber in manchen Branchen ist noch viel Luft nach oben“, so Brünjes.
 
Wenn alle Menschen in Bremen und Bremerhaven die Energie, die sie für die Negativbeschreibung des Images der beiden Schwesterstädte verwenden, in konstruktive Eigenbeiträge investieren würden, wäre dem Standort mehr gedient als mit millionenschweren Strukturprogrammen: „Die Politik hat in der Vergangenheit dort, wo es erforderlich war, Impulse gesetzt und auch finanzielle Mittel bereitgestellt. Wo dies geboten ist, geschieht das auch in Zukunft“, so Brünjes.

 
 

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