„CDU stellt angestaubten Dauerbrenner ins Schaufenster“

Veröffentlicht am 06.11.2019 in Stadtverordnetenfraktion

Bürgermeister soll für Haushaltssperre Fakten liefern
 
Bremerhaven, 06.11.2019. „Bürgermeister Torsten Neuhoff (CDU) muss Transparenz und Fakten liefern, wenn er unsere Zustimmung haben will. Die SPD macht das Spielchen nicht mehr mit, dass die CDU wie jedes Jahr einfach nur ihren ausgehöhlten Kürbis Haushaltssperre angestaubt ins Schaufenster stellt“, kritisiert Sönke Allers, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bremerhavener Stadtverordnetenversammlung. Die Fraktion erwarte, dass der Bürgermeister transparent, schlüssig und detailliert erkläre, wie er das Kunststück vollbringen wolle, mit einer Haushaltssperre auf die kurze Strecke gerechnet die zu erwartende Haushaltslücke auszugleichen.
 

Der SPD-Politiker sagte, das Schwarze-Peter-Spielchen, dass die CDU immer im Herbst den Rasenmäher Haushaltssperre rausholt und die SPD-verantworteten Dezernate unter Zugzwang zu versetzen versucht, sei durchsichtig: „Wir hatten die Erwartung, dass der neue Bürgermeister mehr liefern würde als nur inhaltsleere Wiederholungen. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf: Der Bürgermeister muss jetzt liefern und bei der Gelegenheit auch plausibel erklären, warum er erst jetzt damit um die Ecke kommt und nicht schon im September, als das Thema erstmals auf Tapet kam“, so Allers.
 
Die Äußerung des CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Raschen, die SPD spiele auf Zeit, weise er aufs Schärfste zurück, erklärte der SPD-Politiker: „Das ist grober Unfug und nur eine Nebelkerze, die von der eigenen Inhaltsleere ablenken soll.“ Auch die Einlassung Raschens, die Sozialdemokraten sollen sich mal an die Haushaltsansätze halten und nicht immer mit zusätzlichen Stellenbedarfen kommen, sei abwegig: „Herr Raschen ist entweder vom Stamme Ahnungslos oder reichlich dreist, wenn er das in aller Ernsthaftigkeit behauptet: Die von der SPD-verantworteten Ressorts seien im Gegensatz zu den von der CDU-geleiteten Dezernate mit gewaltigen und in Teilen nicht planbaren, weil veränderlichen Herausforderungen konfrontiert. „Wenn Herr Raschen das wirklich glaubt, kann er das ja bei der nächsten Personalversammlung vor den Beschäftigten des Magistrats wiederholen, wenn er sich traut.“ Die Haltung der SPD, so der Fraktionsvorsitzende, sei klar: „Der Bürgermeister ist jetzt am Zug – auch wenn er dank des für uns unerklärlich späten Handelns fast schon abgefahren ist.“