Bremerhavener SPD gratuliert Menorah-Gemeinde

Veröffentlicht am 24.02.2021 in Unterbezirk

Günthner: „Anerkennung stärkt Vielfalt jüdischen Lebens“ - Magistrat muss Gemeinde bei der Raumsuche unterstützen

Bremerhaven. Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner hat der jüdischen Menorah Gemeinde zur offiziell anerkannten Mitgliedschaft im weltweiten Dachverband „Union Progressiver Juden“ gratuliert: „Bremerhaven kann stolz darauf sein, zwei jüdische Gemeinden zu haben. Die Anerkennung der liberalen jüdischen Gemeinde stärkt die Vielfalt jüdischen Lebens in unserer Stadt. Die SPD steht im engen Schulterschluss mit den in unserer Stadt lebenden Jüdinnen und Juden.“

Guenthner_2019

Der SPD-Politiker erklärte, Sichtbarkeit von Glauben sei ein Zeichen für Weltoffenheit – ein Attribut, das Bremerhaven als Hafenstadt von Geburt an trage und nachhaltig geprägt habe. „Wir leben in Zeiten, in denen sich immer mehr Jüdinnen und Juden unsicher fühlen und auf das Tragen von Glaubenszeichen in der Öffentlichkeit verzichten. Das ist bedrückend und muss sich ändern.

Keine Jüdin und kein Jude in unserer Stadt darf Angst haben, seinen Glauben zu zeigen und zu leben – das sicherzustellen, ist Aufgabe des Staates, aber auch von uns allen“, so Günthner.

Dass die seit 2017 bestehende Menorah-Gemeinde bislang noch keinen Gemeinderaum habe, muss sich zeitnah ändern: „Der Magistrat ist aufgefordert, Hilfestellung zu leisten. Wir können nicht in Sonntagsreden den Platz der Jüdinnen und Juden in unserer Mitte für selbstverständlich erklären und gleichzeitig sehenden Auges hinnehmen, dass das nicht nur im übertragenen Sinne eine Freiluftveranstaltung oder der Improvisation überlassen bleibt.“ Der SPD-Politiker sagte, er erwarte, dass sich der Magistrat kurzfristig des Themas annehme und der Gemeinde helfe.

 
 

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