Bremerhavener SPD unterstützt Werftquartier-Pläne

Veröffentlicht am 02.12.2020 in Unterbezirk

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Günthner: „Sozial, bezahlbar und nachhaltig umsetzen“
 
Bremerhaven, 2. Dezember 2020. Der Unterbezirksvorstand der Bremerhavener SPD hat am Dienstag (01.12.2020) in einer Schaltkonferenz einstimmig einen Entschließungsantrag verabschiedet und sich damit für die Umsetzung der Planung des Kopenhagener Büros Cobe im Stadtentwicklungsgebiet „Werftquartier“ ausgesprochen. „Wir wollen eine Planung, die sozial, bezahlbar und nachhaltig ist – auf diesen Dreiklang kommt es an. Dem trägt der Sieger-Entwurf des renommierten Planungsbüros Cobe aus unserer Sicht Rechnung und deshalb ist er für uns Richtschnur“, fasst Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner zusammen.
 
Dabei sieht sich die Bremerhavener SPD auf einer Linie mit der Bevölkerung, fand der vorgestellte Entwurf doch bei seiner öffentlichen Vorstellung breite Zustimmung. Das gemeinsame Projekt der Stadt Bremerhaven und des Landes Bremen umfasst Flächen des Landesfischereihafens, kommunale Flächen sowie Grundstücke des privaten Investors Seebeck Offshore Industriepark GmbH & Co. KG. Koordiniert wird das Vorhaben durch eine Lenkungsgruppe unter Führung von Oberbürgermeister Melf Grantz.
 
Günthner: „Für diese große städtebauliche Aufgabe wurde Mitte vergangenen Jahres ein städtebaulicher Wettbewerb ausgelobt, mit dem die Leitlinien für eine räumlich-funktionale und gestalterische Planungsidee ausformuliert werden sollen. Die Tatsache, dass sich sechs nationale und internationale Büros von Rang beteiligt haben, zeigt, dass nicht nur wir um die Wichtigkeit und die Attraktivität des Areals wissen.“
 
Der Cobe-Entwurf biete „mit einer fingerartigen Durchgrünung, dem Erhalt alter Bausubstanz und einem innovativen Erschließungskonzept eine optimale Grundlage für die weitere Entwicklung des Quartiers“, heißt es im Entschließungsantrag der SPD. „Das Gebiet wurde von den Planern in sieben Nachbarschaften mit eigenen Qualitäten und baulichen Ausformulierungen angelegt – damit ist es möglich, einen breiten Mix unterschiedlicher Nutzungsmöglichkeiten zu vereinen: Neue Wissenschaftsgebäude werden in Verlängerung der Nordsee-Immobilie am Kai des Handelshafens vorgeschlagen. Neue Wohnbauten konzentrieren sich entlang der „blauen und grünen Finger“. Auf der Kühlken-Halbinsel will die Bremerhavener gemeinnützige Wohnungswirtschaft ein urbanes Wohngebiet mit energetisch hohen Anforderungen entwickeln“, sieht Günthner die Vorzüge des Entwurfs.
 
Für den Bremerhavener SPD-Chef geht es nun darum, dem Zeitplan folgend bis Ende 2022 auf der Grundlage des Siegerentwurfes des städtebaulichen Wettbewerbes die nächsten Planungsschritte gemeinsam mit dem Büro Cobe und dem Eigentümer des Werftgrundstückes umzusetzen. „Dabei wird es darum gehen, neben einem zukunftsweisenden Energiekonzept auch ein modernes Mobilitäts- und Verkehrskonzept umzusetzen, in dem der Radverkehr mehr Gewicht bekommt und Fußgängerquerungen durch ästhetisch-pragmatische Brückenschläge mitgedacht werden.“
 
Der Vorstand habe, so Günthner, nach ausführlicher Beratung einstimmig diesen Weg begrüßt. „Wir sind guter Dinge, das Werftquartier als neuen innovativen Stadtteil zu einer Erfolgsgeschichte zu machen.“ Dabei sei darauf zu achten, dass es „ausreichenden bezahlbaren Wohnraum und eine gute soziale Mischung gibt. Der neue Stadtteil soll attraktiv für jung und alt sein. Als Klimastadt sind für uns moderne Energie- und Mobilitätskonzepten für Wohnen, Arbeiten und Freizeit besonders wichtig“, heißt es dazu im SPD-Entschließungsantrag.